Wissen - Boxen - Geschichte

Boxen - die wohl älteste Kampfkunst der Welt

Geschichte des Boxen

Historische Aufzeichnungen belegen, dass das Boxen vor Publikum schon 3000 v. Chr. in Ägypten praktiziert wurde. Der erste schriftlich belegte Kampf im modernen Boxen fand später in England um das 17. Jahrundert statt. Eine Ausrüstung wie heute gab es damals noch nicht. Im Kampf lagen deshalb die Knöchel frei. Diesen Stil gibt es bis heute und ist unter dem Begriff Bare-Knuckle-Boxen bekannt.

  • 3000 v. Chr.

    Ägypten: Nachweislich erste Faustkämpfe.

  • 900 v. Chr.

    Weitere Verbreitung des Faustkampfes im ägäischen Raum.

  • 688 v. Chr.

    Boxen wurde bereits in Homers "Ilias" beschrieben und erstmals während der Olympischen Spiele des Altertums (ab 688 v. Chr.) ausgetragen.

  • 616 v. Chr.

    Erstmals fanden Boxkämpfe für Jugendliche bei den Olympischen Spielen statt. Boxen war auch ein Bestandteil des Pankration (Mischung aus Faustkampf und Ringkampf bei grieschichen Olympiaden).
    Entartungen des Boxens gab es besonders bei Gladiatorenkämpfen im alten Rom (Schlagriemen mit Metalldornen).

  • 16. - 17. Jh.

    Ursprung des modernen Boxen in England. Erste Regeln wurden durch Fechtmeister James Figg aufgestellt. Jack Broughton systematisiert die Regeln und arbeitet diese weiter aus.

  • 1712

    Albrecht Dürer gibt ein Fechthandbuch heraus, in dem auch entsprechende Faustkampftechniken dargestellt werden.

  • 1719

    James Figg erringt den Faustkampftitel eines "Meisters von England".

  • 1719

    Erste Boxschule wird gegründet und eröffnet durch James Figg.

  • 1743

    Jack Broughton veröffentlicht die ersten Regeln (London Prize Rules). Wichtigste Neuerung ist die Einführung von Boxhandschuhen, die Verletzungen mindern soll.

  • 1810

    Copthall Common, Essex: Erster Kampf um eine Weltmeisterschaft. Sieger ist der farbige Amerikaner Tom Molineaux.

  • 1867

    Vorstellung eines neuen Regelwerks von John Sholto Douglas zusammen mit John Graham Chambres. Es handelt sich dabei um die "Queensberry Rules". Diese Regeln sind bis heute die Basis des Boxsports. Festgelegt wurden unter anderem das Tragen von Boxhandschuhen, die Rundendauer (3 Minuten) und das auszählen bis zehn bei Niederschlägen.

  • 1904

    St. Louis: Boxen wird wieder olympisch.

  • 1920

    Antwerpen: Gründung der Fédération Internationale de Boxe Amateur (FIBA).

  • 1926

    Einführung einheitlicher Rundenzeiten (3x3 Minuten).

  • 1930 - 1931

    Max Schmeling ist Profi-Weltmeister im Schwergewicht.

  • 1931

    Erstmals neutrale Kampfrichter.

  • 1946

    London: Neugründung des Weltverbandes (AIBA).

  • 1950

    Einführung neuer Klassen und des Abbruchs beim dritten Niederschlag innerhalb einer Runde.

  • 1972

    München: Trefferfläche der Boxhandschuhe ist zum ersten Mal weiss abgesetzt.

  • 1984

    Los Angeles: Erstmals Kämpfe mit obligatorischen Kopfschutz.

  • 1994

    Einführung des Frauenboxens.

  • ab 1996

    HAMMER BOXING überzeugt Fachleute und Boxprofis mit neuem Equipment und Boxhandschuhen der Premiumklasse.